STUTTGART. Die Fachkommission Deutsch des Landesmedienzentrums Baden Württemberg hat mehrere Titel aus der Reihe Hören & Lernen des MultiSkript Verlages für den Einsatz im Unterricht empfohlen (Dantons Tod, Faust 1, Götz von Berlichingen, Antigone, Leonce und Lena, Kabale und Liebe, Goethe-Hörbiographie). Die Produktionen sind per Download hier im Shop erhältlich aber auch als CD über den Buchhandel.

Prof. Dr. Thomas Paulsen

Auszug aus einem Interview mit Prof. Thomas Paulsen, Inhaber des Lehrstuhls für Gräzistik, Goethe-Universität, Frankfurt/Main.
Eine Biographie im üblichen Sinne gibt es von Sophokles nicht. Wohl aber eine Vielzahl von Überlieferungen und Anekdoten. Geboren wurde der Dichter vermutlich 496 v. Christus in Kolonos, einer eher beschaulichen Ortschaft, rund drei Kilometer außerhalb der Stadtmauern Athens. Er war der Sohn wohlhabender Eltern. Vermutlich war der Vater Unternehmer, – ungesicherten – Quellen zufolge produzierte er Waffen. Wie auch immer:
Der junge Sophokles wurde in Verhältnisse geboren, in denen man sich eine gute Ausbildung leisten konnte. In seinem langen Leben – er wurde etwa neunzig Jahre alt – war er Zeuge der wechselvollen Geschichte Athens: Er erlebte die Blüte der Demokratie, aber auch kriegerische Auseinandersetzungen der Griechen mit den Persern.

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GODDELAU. Ein Besuch in Büchners Geburtsort im hessischen Goddelau. Die Leiterin des Büchnerhauses, Rotraud Pöllmann, stellt den bedeutenden Sozialrevolutionär Georg Büchner in unserer Videoproduktion vor.

 

Szene aus Goethes Faust

 

LEIPZIG. „Faust“ war das Lebenswerk Goethes, das ihn mit großen Pausen über viele Jahrzehnte hinweg beschäftigte. Es ist die Geschichte eines rastlosen Intellektuellen, der – auf Suche nach dem, was die Welt im Innersten zusammenhält – an der Seite von Mephisto durch die Lande zieht. Unter anderem führt ihn der Teufel in Auerbachs Keller. In dem Hörbuch  „Goethe, Faust 1, Hören & Lernen, MultiSkript“ wird der Inhalt des Stückes zusammengefasst. Hören Sie die Szene „Auerbachs Keller“, gelesen von Steffen Rosenberger.

Das Hörbuch ist im MultiSkript Verlag in der Reihe Hören & Lernen erschienen und kann HIER direkt heruntergeladen werden (9,95 Euro).Im Buchhandel erhältlich unter der ISBN 978-3-9812218-3-1

Auerbachs Keller

LEIPZIG. Auerbachs Keller – heute ein Touristenmagnet. Wer auf den Spuren Goethes und seines „Faust“ nach Leipzig reist, wird dort einkehren. Laut der Chronik des Lokals richtete der Arzt und Universitätsprofessor Heinrich Stromer von Auerbach (1482-1542) im Weinkeller seines Hauses vor rund 490 Jahren einen Ausschank für Studenten ein, weil „Wein ein vorzügliches Prophylaktikum gegen vielerlei Gebrechen ist, wenn man ihn denn richtig anwendet.“ Mehr als 200 Jahre später – etwa 1765  – war hier auch der junge Goethe zu Gast, nachdem er sein Jurastudium in Leipzig begonnen hatte. Auerbachs Keller sollte einige Jahre später auch ein Ort der Handlung seines „Faust 1“ sein. Hier lässt Goethe den Gelehrten Faust gemeinsam mit Mephisto ein exzessives Trinkgelage erleben.

Prof. Dr. Ariane Martin, Johannes-Gutenberg-Universität, Mainz

MAINZ. Georg Büchner war auch Naturwissenschaftler. In Zürich promovierte er über das Nervensystem der Flussbarbe. Seinem Werk, so die Literaturwissenschaftlerin Ariane Martin, merke man die analytische Sichtweise des Naturwissenschaftlers an.
Auszug aus einem Interview, erschienen in Leonce und Lena, Hören & Lernen, Multiskript, 2010.

Das Hörbuch ist in der Reihe „Hören & Lernen“ erschienen und ist im Buchhandel unter der ISBN 978-3-9812218-9-3 erhältlich. Hier geht es zum Download

Wolfgang Grober

Wolfgang Gropper

BRAUNSCHWEIG. Als der langjährige Generalintendant am Staatstheater Braunschweig, Wolfgang Gropper, Goethes Faust inszenierte, lag ihm sehr daran, das „ganze Goethesche Ragout“ auf die Bühne zu bringen. Seine Inszenierung mit Götz van Ooyen (Faust), Clemens Giebel (Mephistopheles) und Nele Ziebarth (Margarete) in den Hauptrollen, stand über mehrere Jahre hinweg auf dem Spielplan und war ein großer Erfolg. Im MultiSkript-Interview spricht Wolfgang Gropper über die Personenkonstellation und wie er das Stück interpretiert hat. Ein Auszug aus dem Hörbuch „Hören&Lernen“, MultiSkript.

Das Hörbuch ist im MultiSkript Verlag in der Reihe Hören & Lernen erschienen und kann HIER direkt heruntergeladen werden (9,95 Euro).

Im Buchhandel erhältlich unter der ISBN 978-3-9812218-3-1

GODDELAU: Georg Büchner hatte fünf Geschwister. Wenn die Familie bei Tisch saß, ging es lebhaft zu.  Rotraud Pöllmann, die Leiterin des Büchnerhauses in Riedstadt-Goddelau, zieht in unserem Video Vergleiche zu anderen Familien der damaligen Zeit: „Kinder bei Tisch, stumm wie ein Fisch“ – der Nachwuchs wurde dazu erzogen, sich brav zurückzuhalten. Nicht so bei den Büchners; die Kinder übten sich offenbar frühzeitig im Debattieren und Argumentieren. So wundert es aus heutiger Perspektive nicht, dass die sechs Geschwisterspäter später fast alle im Licht der Öffentlichkeit standen; zum Beispiel als Dichter, erfolgreicher Fabrikant oder als Frauenrechtlerin.

Ein Interview mit dem Stuttgarter Historiker Axel Kuhn

Prof. Dr. em. Dr. Axel Kuhn

STUTTGART. Georg Büchners Revolutionsdrama „Dantons Tod“ ist auch in diesem Jahr Abiturthema in Baden-Württemberg. Verstehbar wird das Stück erst vor dem Hintergrund der Französischen Revolution. Der Stuttgarter Historiker Prof.em.Dr. Axel Kuhn erläutert im MultiSkript-Interview die historische Bedeutung von Danton und Robespierre. Kuhn macht deutlich, dass Georg Büchner die Reden Robespierres und Dantons gekannt haben muss und den Konflikt der beiden in seinem Drama „Dantons Tod“ vermutlich grundsätzlicher gemacht als er in Wirklichkeit war. Auszüge aus einem Interview, erschienen im MultiSkript Verlag, ISBN: 978-3-9812218-7-9

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Gustav Rueb. Foto: (c) N. Klinger

KASSEL. Der Regisseur Gustav Rueb hat am Staatstheater Kassel  „Dantons Tod“ inszeniert. Das zentrale Thema in diesem Drama von Georg Büchner ist die Französische Revolution. Im Interview erzählt Gustav Rueb, wie er sich dem Stück genähert hat und warum Danton und seine Freunde „richtige Stars“ waren.

MultiSkript: Dantons Tod ist ein politisches Stück. Es handelt aber zum Beispiel auch von den begrenzten Möglichkeiten der Politik und vom Sinn des Lebens allgemein. Welcher Aspekt ist für Sie der wichtigste?

Gustav Rueb: Wenn mit Sinn des Lebens gemeint ist, dass wir uns die „Schädeldecken aufbrechen“ und uns darin suchen, dann ist es das. Wie können wir überhaupt miteinander kommunizieren? Uns verstehen? Uns kennen? Angesichts von Gewalt und Hunger? Der Naturwissenschaftler Büchner versteht das sehr konkret und völlig sinnlich und physisch. Das fasziniert mich sehr, er meint das völlig ernst.

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