FRANKFURT. Theater für die Ohren – Klassischer Schulstoff neu präsentiert. Was haben uns Faust, Emilia Galotti, Antigone…heute noch zu sagen? Eine Frage, die sich vor allem Schüler stellen, denn die großen Theaterklassiker zählen zu den Pflichtlektüren in der Oberstufe. Die Antwort gibt unsere Audioreihe „Hören & Lernen“. Journalisten stellen Theaterstücke vor – „sperrige“ Bühnenliteratur für Menschen von heute erklärt. Zu hören sind:

  • Schlüsselszenen aus Theaterinszenierungen
  • Interviews mit Regisseuren und Wissenschaftlern – überall in Deutschland aufgezeichnet.
 Erhältlich als Download hier im Shop oder über den Buchhandel.

GODDELAU. „Ich werde jeden Tag poetischer, alle meine Gedanken schwimmen in Spiritus“, schrieb  Georg Büchner an seine Verlobte Wilhelmine Jaeglé und spielte auf Präparationstechniken an, mit denen er sich in wissenschaftlichen Studien beschäftigte. Georg Büchner war Arzt, Naturforscher und Sozialrevolutionär. In die Geschichte eingegangen ist er als Dichter. Die Leiterin des Büchnerhauses im hessischen Goddelau, Rotraud Pöllmann, stellt uns den Autor  von „Dantons Tod“ und „Woyzeck“ im Video vor.

 

 

Julie: Julia Bardosch Danton: Jan Baake

 

PLAUEN. Das Revolutionsdrama „Dantons Tod“ verfasste Georg Büchner in nur fünf Wochen. Damals war er 21 Jahre alt. Das Stück spielt in Zeiten der Französischen Revolution. Büchner beschreibt die Manipulierbarkeit der Massen und die gezielte Schaffung von Sündenböcken. Die Revolution frisst ihre Kinder. Danton, der einstige Held, muss sich vor dem Revolutionstribunal verantworten. Das Urteil steht schon fest, bevor er seine flammende Rede gehalten hat.

 

Rede Dantons vor dem Revolutionstribunal (3. Akt) mit Szenen einer Inszenierung am Theater Plauen

Theaterfoto: Peter Awtukowitsch. Danton: Jan Bake, Robespierre: Saro Emire Camille Desmoulins: David Morrbach, Hérault-Séchelles: Johannes Moss, Lacroix: Tom Keune, St. Just: Johannes Lang, Fouquier-Tinville: Hans-Joachim Burchardt, Herman: Michael Schramm, Simons Weib: Ute Menzel, Julie: Julia Bartsch Lucile: Marsha Zimmermann, Marion: Angelina Häntsch. Regie: Matthias Thieme. Das komplette Hörbuch ist im MultiSkript Verlag in der Reihe Hören & Lernen erschienen und kann HIER direkt heruntergeladen werden.
Im Buchhandel erhältlich unter der ISBN 978-3-9812218-7-9 oder bei Amazon bestellbar

Ein Interview mit dem Stuttgarter Historiker Axel Kuhn

Prof. em. Dr. Axel Kuhn

STUTTGART. Georg Büchners Revolutionsdrama „Dantons Tod“ ist auch 2017 Abiturthema in Baden-Württemberg. Verstehbar wird das Stück erst vor dem Hintergrund der Französischen Revolution. In unserem Beitrag erklärt der Stuttgarter Historiker Prof.em.Dr. Axel Kuhn, wie der charismatische Danton – Vorbild für Büchners Titelfigur – die Menschen begeisterte.

Interview mit Prof. em. Dr. Axel Kuhn

Hier geht es zum Download

Erschienen im MultiSkript Verlag, ISBN: 978-3-9812218-7-9

 

Matthias Thieme

LEIPZIG. Matthias Thieme hat Georg Büchners Drama „Dantons Tod“ am Theater Plauen-Zwickau inszeniert. Wir haben ihn im Interview gefragt, wie er das Werk interpretiert  und für das heutige Publikum verstehbar gemacht hat.

Interview mit Matthias Thieme

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Erschienen im MultiSkript Verlag, ISBN: 978-3-9812218-7-9

 

 

BRAUNSCHWEIG. Heinrich Faust, der zerrissene Intellektuelle, ist auf der Suche nach dem Sinn des Lebens. Goethe lässt ihn gleich am Anfang des Stückes eine düstere Bilanz ziehen. Faust erkennt, dass er nichts weiß. August Klingemann brachte das Menschheitsdrama zwischen Himmel und Hölle das erste Mal am Braunschweiger Hoftheater auf die Bühne. Das war vor 187 Jahren. Wolfgang Gropper hat das große Werk ebenfalls in Braunschweig inszeniert und sich dabei auch an Szenen gewagt, die Klingemann seinerzeit gestrichen hatte. Die Inszenierung zeigt, wie aktuelle Goethes Meisterwerk bis heute ist. (Fotos: Staatstheater Braunschweig. Faust: Götz van Ooyen, Mephisto: Clemens Giebel, Margarete: Nele Ziebarth)

 

Inhaltsangabe (Nacht) mit Szenen einer Inszenierung am Staatstheater Braunschweig (Regie: Wolfgang Gropper)

Das komplette Hörbuch ist im MultiSkript Verlag in der Reihe Hören & Lernen erschienen und kann HIER direkt heruntergeladen werden (9,95 Euro).
Im Buchhandel erhältlich unter der ISBN 978-3-9812218-3-1 oder bei Amazon bestellbar
 
Wolfgang Grober

Wolfgang Gropper

BRAUNSCHWEIG. Als der langjährige Generalintendant am Staatstheater Braunschweig, Wolfgang Gropper, Goethes Faust inszenierte, lag ihm sehr daran, das „ganze Goethesche Ragout“ auf die Bühne zu bringen. Seine Inszenierung mit Götz van Ooyen (Faust), Clemens Giebel (Mephistopheles) und Nele Ziebarth (Margarete) in den Hauptrollen stand über mehrere Jahre hinweg auf dem Spielplan und war ein großer Erfolg. Im MultiSkript-Interview spricht Wolfgang Gropper über die Personenkonstellation und wie er das Stück interpretiert hat.

                                           

Faust und Gretchen im Garten

 

FRANKFURT. „Faust“ war das Lebenswerk Goethes, das ihn mit großen Pausen über viele Jahrzehnte hinweg beschäftigte. Vorbild für seine Gretchenfigur könnte eine junge Frankfurterin gewesen sein, eine Dienstmagd im Gasthof „Zum Einhorn“: Susanna Margaretha Brandt. Sie wurde ungewollt schwanger.  Der Vater des Kindes, ein reisender Kaufmann, verließ Frankfurt bald wieder. Zurück blieb die ledige Mutter, die ihr Kind gleich nach der Geburt tötete. Goethe arbeitete zu dieser Zeit als Anwalt in Frankfurt und war vermutlich Zeuge der Hinrichtung Susanna Margaretha Brandts.
Goethes Gretchen und das Schicksal von Susanna Margaretha Brandt
Das Hörbuch ist in der Reihe Hören & Lernen erschienen und kann HIER direkt heruntergeladen werden. Im Buchhandel erhältlich unter der ISBN 978-3-9812218-3-1
 

Prof. Dr. Renate Stauf

 

BRAUNSCHWEIG. Emilia Galotti gehört regelmäßig zu den Pflichtlektüren in der Oberstufe. In der Reihe „Hören & Lernen“ ist das Trauerspiel des großen Aufklärers Gotthold Ephraim Lessing in einer überarbeiteten Neuauflage erschienen. Das Stück wird heute als politisches Werk interpretiert. Lessing aber, stellt die Braunschweiger Literaturwissenschaftlerin Prof. Dr. Renate Stauf im Interview mit uns klar, sah das ganz anders. Erstaunlich auch: Das Stück wurde von der damaligen Hofgesellschaft in Braunschweig mit großem Beifall aufgenommen. Wie passt das zusammen? Der Aufklärer Lessing als gefeierter Autor des Adels?

 

Interview mit Prof. Dr. Renate Stauf

Die CD kann über den Buchhandel (ISBN: 978-3-942878-01-2) oder über Amazon bezogen werden. Direkter Download hier

 

MARBURG. Pipi und Popo – so heißen die Reiche, aus denen Leonce und Lena, zwei Königskinder, stammen. Georg Büchner erzählt in seinem Lustspiel „Leonce und Lena“ eine Liebesgeschichte, bei der man nie so genau weiß, wann er es ernst meint…Leonce und Lena ist die einzige Komödie, die der junge Sozialrevolutionär Büchner verfasste. Er thematisiert darin Langeweile, Überdruss und Müßiggang einer dekadenten Gesellschaft.
Karl Georg Kayser hat das Stück am Hessischen Landestheater in Marburg inszeniert.
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Inhaltsangabe 1. Akt mit Schlüsselszenen aus Karl Georg Kaysers Inszenierung am Hessischen Landestheater Marburg

(Fotos: Hessisches Landestheater Marburg. Leonce: Michael Köckritz, Lena: Franziska Endres, Valerio: Sascha Oliver Bauer,  König Peter: Stefan Gille, Gouvernante: Franziska Knetsch, Rosetta: Regina Leitner, Präsident: Peter Meyer, Erster Staatsrat: Daniel Sempf, Zweiter Staatsrat: Florian Federl)
 Erschienen in der Audioreihe Hören&Lernen. ISBN: 978-3-9812218-9-3. Download hier.

Prof. Dr. Thomas Paulsen

FRANKFURT. „Er war der Albtraum seiner Dichterkollegen“, sagt Prof. Dr. Thomas Paulsen über Sophokles. Der antike griechische Dichter nahm regelmäßig am Tragödienagon teil: einem Wettbewerb der Dichter, der in Athen ausgetragen wurde. Ein heute kaum vorstellbares Großereignis: 17.000 Menschen saßen im Publikum. Sophokles war über Jahrzehnte hinweg so populär, dass die dichtende Konkurrenz keine Chance gegen ihn hatte. Sophokles war ein Liebling der Götter, sagt Paulsen, von schöner Gestalt, von Erfolg verwöhnt und mit einem langen Leben gesegnet: Er wurde 90 Jahre alt.
Interview mit Prof. Dr. Thomas Paulsen, Inhaber des Lehrstuhls für Gräzistik an der Goethe Universität, Frankfurt/ Main. Das gesamte Hörbuch herunterladen

GODDELAU: Georg Büchner hatte fünf Geschwister. Wenn die Familie bei Tisch saß, ging es lebhaft zu.  Rotraud Pöllmann, die Leiterin des Büchnerhauses in Riedstadt-Goddelau, zieht in unserem Video Vergleiche zu anderen Familien der damaligen Zeit: „Kinder bei Tisch, stumm wie ein Fisch“ – der Nachwuchs wurde dazu erzogen, sich brav zurückzuhalten. Nicht so bei den Büchners; die Kinder übten sich offenbar frühzeitig im Debattieren und Argumentieren. So wundert es aus heutiger Perspektive nicht, dass die sechs Geschwisterspäter später fast alle im Licht der Öffentlichkeit standen; zum Beispiel als Dichter, erfolgreicher Fabrikant oder als Frauenrechtlerin

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Goethes Wohnhaus, Weimar

 

WEIMAR. Die meiste Zeit seines Lebens verbrachte der gebürtige Frankfurter Johann Wolfgang von Goethe in Weimar. Mit Friedrich von Schiller prägte er die „Weimarer Klassik“. Goethe hatte viele Interessen, war Jurist, Staatsmann und Naturwissenschaftler. Er war ein gefeierter Dichter – ein Star. Sein „Götz von Berlichingen“ machte ihn über Nacht bekannt, mit seinem Werther wurde er zum Idol einer ganzen Generation. Wer war dieser Mann, dem alles zu gelingen schien?
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Gartenhaus

Goethe Hör-Biographie

 

Das komplette Hörbuch ist im MultiSkript Verlag in der Reihe Hören & Lernen erschienen und kann HIER direkt heruntergeladen werden.

Im Buchhandel erhältlich unter der ISBN 978-3-9812218-6-2 oder bei Amazon bestellbar

 

Herzogliche Bibliothek

 

WOLFENBÜTTEL. Als Lessing von Herzog Carl nach Wolfenbüttel als Bibliothekar berufen wurde, war er bereits ein angesehener Autor. Die Tätigkeit als Herr über Tausende von Büchern schien reizvoll und versprach zugleich eine gewisse finanzielle Sicherheit. Doch das Leben in der Provinz bekam dem Großstadtmenschen Lessing, der zuvor in Berlin und Hamburg gelebt hatte, nicht. Er litt unter Schwermut. Produktiv war er dennoch: In Wolfenbüttel vollendete er „Emilia Galotti“ und „Nathan der Weise“.

Lessinghaus in Wolfenbüttel

Lessing Hör-Biographie

Die Biographie ist ein Auszug aus den Hörbüchern „Emilia Galotti“ und „Minna von Barnhelm“, erschienen in der Reihe Hören & Lernen.

 

 

Karl Georg Kayser

 

WOLFENBÜTTEL. Schon Lessings Bruder Karl wunderte sich über die passive Rolle der Titelheldin in „Emilia Galotti“. Und in der Tat, sie tritt erst spät auf, kommt vergleichsweise selten zu Wort und ist vor allem eine gehorsame Tochter. Karl Georg Kayser, der „Emilia Galotti“ am Hessischen Landestheater in Marburg inszeniert hat, erzählt im Interview, wie er sich Emilia genähert hat.

Handschrift Lessing, Emilia Galotti

 

Personenkonstellation: Welche Rolle spielt Emilia Galotti?

Das Hörbuch „Emilia Galotti“ ist in der Reihe „Hören&Lernen“ erschienen. Download hier.

 

PLAUEN. Antigone ist eine einsame Heldin. In ihrem Kampf gegen das Unrecht hat sie niemanden an ihrer Seite. Für den Regisseur Karl Georg Kayser ist sie eine beeindruckende und zugleich anstrengende Figur. Wir haben mit ihm über Antigone gesprochen und ihn gefragt, warum seine Lieblingsfigur in diesem mehr als 2000 Jahre altem Stück so faszinierend ist.

Antigone – Eine couragierte Frau

Das Kapitel ist in der Reihe „Hören & Lernen“ erschienen. Hier geht es zum Download der ganzen Produktion „Antigone“ mit Inhaltsangabe und Hintergrundwissen. Die CD kann über den Buchhandel (ISBN: 978-3-9812218-8-6) oder über Amazon bezogen werden.

 

PLAUEN. „Antigone“ gehört zu den sieben Theaterstücken des antiken griechischen Tragödiendichters Sophokles, die vollständig erhalten sind. Es geht darin um das Schicksal einer jungen Frau, Antigone, die für die Bestattung ihres Bruders Polyneikes kämpft. Polyneikes ist im Kampf gegen seinen Bruder Eteokles gefallen. Beide Brüder hatten die Macht in Theben für sich beansprucht. Nach dem Willen des neuen Machthabers von Theben, Kreon, hat nur Eteokles Anspruch auf ein Grab. Im einführenden Prolog debattiert Antigone mit ihrer Schwester Ismene über die Entscheidung des Herrschers. Theaterfotos: Peter Awtukowitsch. Antigone: Catherine Janke, Ismene: Sabine Rittel.  

Prolog mit Szenen aus dem Theater Plauen

Das komplette Hörbuch ist im MultiSkript Verlag in der Reihe Hören & Lernen erschienen und kann HIER direkt heruntergeladen werden (9,95 Euro). Im Buchhandel erhältlich unter der ISBN 978-3-9812218-8-6 oder bei Amazon bestellbar

 

Stefan Wolfram

 

PLAUEN. „Kabale und Liebe“ gehört zu den frühen Werken Friedrich Schillers und gilt als typisches Beispiel des „Sturm und Drang“. Das Stück wurde am 13. April 1784 in Frankfurt am Main uraufgeführt. Mehr als 220 Jahre später hat Stefan Wolfram das Stück am Theater Plauen-Zwickau inszeniert. Wir haben ihn gefragt, wie er das Stück interpretiert hat.

Moderne Interpretation – Ein Interview mit Stefan Wolfram

Hier geht es zum Download der ganzen Produktion „Kabale und Liebe“ mit Inhaltsangabe und Hintergrundwissen. Die CD kann über den Buchhandel (ISBN: 978-3-98122185-5) oder über Amazon bezogen werden.

 

PLAUEN. Kabale und Liebe  – das große Drama Friedrich Schillers erzählt von der leidenschaftlichen Liebe zwischen der Bürgertochter Luise Miller und dem Adligen, Ferdinand von Walter. Das junge Paar kämpft gegen Anfeindungen und Intrigen; die Väter der beiden Liebenden haben mit ihren Kindern andere Pläne.
 

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Inhaltsangabe 1. Akt. Mit Schlüsselszenen einer Inszenierung am Theater Plauen-Zwickau (Regie: Stefan Wolfram)
Rollen: Frau Miller: Tamara Korber, Herr Miller: Michael Schramm, Präsident: Jörg Simmat, Ferdinand: Klaas Malorny, Wurm: Martin Ennulat, Luise: Susanne Ihlenfeld, Lady Milford: Sabine Rittel.
Das komplette Hörbuch ist im MultiSkript Verlag in der Reihe Hören & Lernen erschienen und kann HIER direkt heruntergeladen werden. Im Buchhandel erhältlich unter der ISBN 978-3-9812218-5-5 oder bei Amazon bestellbar
 

 

 

WEIMAR. Mit seinem Drama „Die Räuber“ wurde Friedrich Schiller über Nacht berühmt. Damals war er noch Regimentsarzt im Schwäbischen. Nach der  Uraufführung des Stückes am Mannheimer Nationaltheater 1782 wurde Schiller zum gefeierten Autor. Dennoch plagten ihn zeitlebens Geldnöte, und er war angewiesen auf Gönner und Förderer. In Weimar lernte er Goethe kennen. Die beiden Dichter waren sich zunächst nicht wirklich sympathisch, doch dann wurden sie die beiden unzertrennlichen Köpfe der „Weimarer Klassik“.

Weimar. Alte Stadtansicht

Schiller Hör-Biographie

Das komplette Hörbuch ist im MultiSkript Verlag in der Reihe Hören & Lernen erschienen und kann HIER direkt heruntergeladen werden.

 

 

PLAUEN.  Bei den Burgfestspielen in Jagsthausen, der Heimat Götz von Berlichingens, stehen Jahr für Jahr viele Schauspieler auf der Freilichtbühne. Regisseure, die das Stück in einem ganz „normalen“ Theater auf die Bühne bringen, stehen vor einer großen Herausforderung. Goethe konfrontiert sie mit einem permanenten Wechsel der Schauplätze und einer Vielzahl von Rollen. Die beiden Gegenspieler im Stück sind die Titelfigur Götz von Berlichingen und sein ehemaliger Freund Weislingen. Karl Georg Kayser hat Goethes Frühwerk in Plauen inszeniert. Wir haben mit ihm über die Personenkonstellation gesprochen.

Theaterfoto: Peter Awtukowitsch. Weislingen: Jörg Simmat, Götz: Jörg Metzner.

Personenkonstellation: Götz und Weislingen

Das Kapitel ist in der Reihe „Hören & Lernen“ erschienen. Hier geht es zum Download der ganzen Produktion „Götz von Berlichingen“ mit Inhaltsangabe und Hintergrundwissen. Die CD kann über den Buchhandel (ISBN: 978-3-9812218-2-4) oder über Amazon bezogen werden.

 

Götz von Berlichingen: Jörg Metzner

 

PLAUEN. Mit „Götz von Berlichingen“ feierte der junge Goethe seinen ersten großen Erfolg als Dramen-Autor. Das Werk ist ein Paradebeispiel für den Sturm und Drang. Goethe wirft darin viele Theaterregeln – wie die Einheit von Zeit, Ort und Handlung –  über Bord.

 

Inhaltsangabe (5. Akt) mit Szenen einer Inszenierung am Theater Plauen (Regie: Karl Georg Kayser)

 

 

Theaterfoto: Peter Awtukowitsch. Götz: Jörg Metzner, Elisabeth: Tamara Korber, Maria: Sabine Rittel, Georg: Maximilian Nowka, Hans von Selbitz: Harry Walter, Franz von Sickenden: Holger Schmidt, Bruder Martin: Michael Schramm, Kaiser Maximilian: Helma Stöß, Bischof: Dieter Maas, Weißlingen: Jörg Simmat, Adelheid von Waldorf: Marie-Louise von Gottberg, Franz: Stefan Wolfram, Lidbetraut: Michael Schramm, Metzler: Holger Schmidt, Sievers: Dieter Maas. Das komplette Hörbuch ist im MultiSkript Verlag in der Reihe Hören & Lernen erschienen und kann HIER direkt heruntergeladen werden.
Im Buchhandel erhältlich unter der ISBN 978-3-9812218-2-4 oder bei Amazon bestellbar
 

 

Niklaus Helbling

 

HAMBURG.  Niklaus Helbling hat „Minna von Barnhelm“ in Hamburg am Thalia Theater inszeniert. Ihn faszinierten nicht zuletzt die Nebenfiguren – besonders Riccaut de la Marlinière, der lächerliche Franzose mit ausgeprägtem Imponiergehabe. Im Interview erzählt er, was Riccaut, Minna von Barnhelm und Lessing verbindet: die Spielleidenschaft.

Riccaut, der Spieler. Personenkonstellation

Auszug aus dem Hörbuch „Minna von Barnhelm“, erschienen in der Reihe „Hören&Lernen“. Hier geht es zum Download

 

Cornelia Denk

 

FRANKFURT. Lessings „Minna von Barnhelm oder das Soldatenglück“ ist ein Lustspiel in fünf Aufzügen und spielt vor dem Hintergrund des Siebenjährigen Krieges. Es ist die Geschichte eines sächsischen Edelfräuleins, das mit viel Witz und Charme um ihre Liebe zu dem preußischen Major von Tellheim kämpft. Die Beziehung zu Tellheim droht an dessen ausgeprägtem Ehrgefühl zu scheitern.

Erschienen in der Reihe „Hören&Lernen“. Gesprochen von Cornelia Denk, Steffen Rosenberger und Wilfried Haugg.

Inhaltsangabe mit Schlüsselszenen, 1. Aufzug

 

 

Volker Schmalöer

 

KASSEL. Mit der Wirklichkeit nahm es Schiller offenbar nicht so genau, als er seinen „Don Karlos“ schuf. Während der „echte“ Don Karlos  als unberechenbarer Choleriker in die Geschichte einging, zeichnet Schiller das Bild eines labilen Schwärmers. Volker Schmalöer hat „Don Karlos“ am Staatstheater Kassel inszeniert. Im Interview erzählt er, wie er den Titelhelden sieht.
STUTTGART. Die Fachkommission Deutsch des Landesmedienzentrums Baden Württemberg hat mehrere Titel aus der Reihe Hören & Lernen des MultiSkript Verlages für den Einsatz im Unterricht empfohlen (Dantons Tod, Faust 1, Götz von Berlichingen, Antigone, Leonce und Lena, Kabale und Liebe, Goethe-Hörbiographie). Die Produktionen sind per Download hier im Shop erhältlich aber auch als CD über den Buchhandel.

Prof. Dr. Ariane Martin, Johannes-Gutenberg-Universität, Mainz

MAINZ. Georg Büchner war auch Naturwissenschaftler. In Zürich promovierte er über das Nervensystem der Flussbarbe. Seinem Werk, so die Literaturwissenschaftlerin Ariane Martin, merke man die analytische Sichtweise des Naturwissenschaftlers an.

Interview mit Prof. Dr. Ariane Martin, Deutsches Institut, Johannes Gutenberg-Universität, Mainz

Das Hörbuch ist in der Reihe „Hören & Lernen“ erschienen und ist im Buchhandel unter der ISBN 978-3-9812218-9-3 erhältlich. Hier geht es zum Download

Gustav Rueb. Foto: (c) N. Klinger

KASSEL. Der Regisseur Gustav Rueb hat am Staatstheater Kassel  „Dantons Tod“ inszeniert. Das zentrale Thema in diesem Drama von Georg Büchner ist die Französische Revolution. Im Interview erzählt Gustav Rueb, wie er sich dem Stück genähert hat und warum Danton und seine Freunde „richtige Stars“ waren.

MultiSkript: Dantons Tod ist ein politisches Stück. Es handelt aber zum Beispiel auch von den begrenzten Möglichkeiten der Politik und vom Sinn des Lebens allgemein. Welcher Aspekt ist für Sie der wichtigste?

Gustav Rueb: Wenn mit Sinn des Lebens gemeint ist, dass wir uns die „Schädeldecken aufbrechen“ und uns darin suchen, dann ist es das. Wie können wir überhaupt miteinander kommunizieren? Uns verstehen? Uns kennen? Angesichts von Gewalt und Hunger? Der Naturwissenschaftler Büchner versteht das sehr konkret und völlig sinnlich und physisch. Das fasziniert mich sehr, er meint das völlig ernst.

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